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Rezension: AND ONE - S.T.O.P. |
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Geschrieben von: Frank Buttenbender
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Samstag, den 02. Juni 2012 um 20:00 Uhr |
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Nach zwei in der Form unerwartet starken Vorab-Maxisingles hält die Berliner Band AND ONE nun das S.T.O.P.-Schild hoch. Wofür steht es? Zumindest nicht für das Versiegen von Inspiration.
Denn neben „Shouts of Joy“ und „Back Home“ befinden sich weitere Songs auf dem Album, die ohne Weiteres auf dem gleichen Level der Vorabtracks spielen, zu nennen wäre da das schwungvoll-hymnische "Don't get me wrong" oder auch das temperamentvolle "Memory" . Aber es geht sogar noch besser. Denn „Killing the Mercy“ demonstriert eindrucksvoll, über welch herausragendes Potential Steve Naghavi als Songwriter verfügt. Ein unfassbar guter Track, der den Berliner auch über die Grenzen der Schwarzen Szene hinaus populär machen dürfte.
Das Album bewegt sich wie schon Vorgänger „Tanzomat“ gegen Ende in immer düsteren Stimmungen. Unbestrittener Höhepunkt dieses Albumteils ist „The End of your life“ mit Nitzer Ebb Gastsänger Douglas McCarthy, der dem Track mit überraschend gutem Gesang eine ganz eigene Note verlieh. Nicht weniger beeindruckend ist der von Vivi vorgetragene Song „Aigua“ und mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass es eine weibliche Stimme bei AND ONE mal über die Backgroundrolle hinauskommen schaffen würde. Klarer weiterer Pluspunkt.
Das Album ist als Gesamtwerk nur mit der von Daniel Myer mitproduzierten Bonus EP Treibwerk denkbar. Hier toben sich die Herren mit härterer Kost aus und neben einem erneuten Auftritt von Douglas McCarthy bei „Get it“ gibt es auch ein Gastspiel von Covenant Sänger Eskil Simonsson, der seine unverwechselbare Stimme dem vorletzten Track „Low“ lieh. Der stärkste Song indes ist „My Mission“, das mit all seiner wütenden Kraft der weitaus besserer „Zerstörer“ gewesen wäre. Man erinnert sich? ;)
Fazit: „S.T.O.P.“ bietet alles. Hitsingles, melancholische Meisterwerke, kraftvolle EBM Tracks, 3 großartige Gastsänger sowie eine druckvolle Produktion. Vielleicht ist es so, das wir es hier mit dem Album des Jahres zu tun haben.
10/10 Frank Buttenbender.
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