Konzertbericht: ASP in Dresden

Feed me with your Darkness

Ein kalter, regnerischer Oktoberdonnerstag sollte Grund genug sein sich in die warmen Gemäuer des Alten Schlachthofes zurückzuziehen. Die Dresdner Location bot an diesem Abend nicht ganz so viel Platz wie sonst, da das Akustikkonzert von ASP bestuhlt zu genießen war. Allerdings drängten sich hinter den Stuhlreihen noch unzählige Anhänger der Gothicszene um den bezaubernden Klängen der einzigartigen Band zu lauschen.

Die fünfköpfige Band betrat pünktlich 20 Uhr die Bühne. Der erste Song lockte die gebannten Zuhörer in die Tiefe. Von der ersten Sekunde an schien das Publikum maßlos begeistert und mit lautem Applaus kassierten die Musiker viel Lob für ihre Leistungen. Das über zweistündige Programm führte gekonnt durch 15 Jahre ASP – wie man es erwarten sollte. So gab die Band ältere Songs der Bandgeschichte zum Besten, wie beispielsweise der unfassbar emotionale und großartig performte Song „Demon Love“. Aber auch die neueren Lieder fanden ihren Platz in der Setlist, so beispielsweise „Carpe Noctem“. Unterbrochen wurde der Liederreigen von interessanten Anekdoten und Hintergrundgeschichten von welchen der Sänger plauderte. Er erzählte von Frauen augenzwinkernd mit den Worten – „was man nicht hat, muss man sich eben schreiben“. Darauf sollte natürlich die Geschichte von Emma folgen, welche die Band in „Variete Obscure“ umsetzt. Stimmungsvoll rezitierte er auch die Spiegelkabinetterzählung. Nach ca. 60 Minuten gönnten sich Tossi, Lutz und Stefan eine Pause während Gitarrist Sören und Fronter ASP weiter performten. Das scheinbare Pausieren diente als Symbol für die fehlende Auszeit der Band, welche doch immer wieder geplant gewesen sei. Weiterhin gab der charakteristische Sänger einen Ausblick auf das kommende Album, welches auf einer Gruselgeschichte von Kai Miller basiert. Nach 120 Minuten folgte der Klassiker und Publikumsliebling „Ich will brennen“ und man könnte vermuten der Abend hätte sein Ende gefunden. Nein! Nach langem Applaus, begeisterten Zurufen und Chorgesängen folgten noch 4 Zugaben: Unter anderem eine verdammt coole Rock’n’Roll Umsetzung zu dem Song „Finger weg!“ sowie der Tourtitelgebende Hit „Per aspera ad aspera“ und letztlich unverwandt. Die Musiker verbeugten sich vor dem begeisterten Publikum und zurück bleiben großartige Erinnerungen an einen stimmungsvollen Abend. ASPs Ausstrahlung und seine einzigartige Stimmgewalt konnte besonders gut durch die zarteren, leisere, weniger kraftvolle Musik verzaubern.

Bericht + Foto: Claudia Helmert.
Weitere Fotos des Abends befinden sich in unserer Galerie.

Kommentar hinterlassen