Konzertbericht: Camouflage in Dresden

Es spricht für die Elbestadt, dass die südwest-deutsche Band Camouflage ihr 30jähriges Bühnenjubiläum in Dresden beging. Es spricht aber auch für den Veranstalter, der dem Ereignis einen ansprechenden Rahmen bot.

Das Eventwerk ist eine große Halle, die sehr gute Klang- und Sichtbedingungen bietet und außerdem über großzügige Nebenbereiche verfügt. In der oberen Etage findet man nicht nur eine Galerie, sondern auch genügend Platz für eine Ausstellung, die sich dem Gesamtwerk Camouflage in aller Ausführlichkeit widmete. Im Erdgeschoss ein gut sortierter Merchandise-Stand, der als Höhepunkt eine limitierte Werkschau-Box bot. 

Ohne Vorprogramm wurde gegen halb neun in der Originalbesetzung der 80er Jahre begonnen. Der Support fand sozusagen während des Hauptacts statt und war ausgesprochen abwechslungsreich. Sänger Marcus Meyn stellte die zahlreichen Gäste jeweils wortreich vor, zumeist waren das Leute aus früheren Bandkonstellationen sowie und vor allem hochkarätige Gäste wie Peter Heppner, Steffen Keth oder Felix Räuber. Die sehr gut gefüllte Arena erlebte eine nahezu 3 stündige erlebnisreiche Reise durch das vielseitige Schaffen von Camouflage. Sound und Licht waren über alle Zweifel erhaben. Am Ende gab es dann den gemeinsamen Auftritt aller Beteiligten mit einer Version von „Love is a Shield“, dem unbestritten erfolgreichsten Song von Camouflage.

Ein glanzvoller Abend im Dresdner Norden und die Aussicht, dass mit einem neuen Album bald das nächste Camouflage-Kapitel aufgeschlagen wird.

Bericht + Foto: Frank Buttenbender

 

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