Konzertbericht: Diary of Dreams & In Strict Confidence in Leipzig

Vor allem die ältere Generation der schwarzen Szene zog es Freitagabend in die große Halle des Leipziger Werk 2 um einen ergreifenden Abend voller guter Livemusik zu erleben.

Im marschierenden Rhythmus des Intros betraten In Strict Confidence die Bühne: Die Setlist der düsteren Industrialband glänzte an dem Abend mit Abwechslungsreichtum und Garantie zum Mitsingen. Beinahe alle Klassiker der Bandgeschichte gab es zu hören. So wurden nicht nur die erst kürzlich veröffentlichten Songs „Tiefer“ und „Morpheus“ inszeniert, sondern auch „Set me free“, „Promised Land“, „Seven Lives“ sowie „Zauberschloss“, welches den Auftritt beendete. Nicht nur die Leinwand im Hintergrund, die die Musikvideos und andere Filmeinspielung zeigte, erhielt die Aufmerksamkeit des Publikums, – auch der charakteristischer Frontsänger Dennis Ostermann lud immer wieder zum Klatschen ein. Seiner einmalig-düsteren Ausstrahlung konnte nur Nina de Lianin das Wasser reichen. In ihrem hautfarbenen Latexkleid überzeugte sie nicht nur äußerlich, sondern ihre klare, helle Stimme fügte sich auch optimal in das Bild der Band ein. Enttäuschend erschienen lediglich die vereinzelten Zugabenrufe, denen durch das schnelle Umbauteam kein Gehör geschenkt wurde. 

Wenige Minuten später ertönt auch schon das Intro der Headliner des Abends: Diary of Dreams. Als Adrian Hates, Sänger der elektronischen Gothicformation, die Bühne betrat, wurden die Zuhörer schnell von der Energie und der Kraft seiner Persönlichkeit in die düsteren Abgründe der Musik von Diary of Dreams mitgenommen. Doch nicht nur er war Teil der dunklen Klangperformance, auch die 4 weiteren Bandmitglieder zeigten ihre Passion, welche sie in ihr künstlerisches Schaffen investieren. Atemberaubend wechselten sich Synthesizer mit den elektronischen Streichinstrumenten ab und ergaben mit der unverwechselbaren Stimme von Adrian dem Abend eine unglaublich ausdrucksstarke,faszinierende Note. Vom Publikum durften dabei nicht nur die Lieder des im März erschienen Album „Elegies in Darkness“, sondern auch Songs die 10-15 Jahre nicht gespielt worden, zelebriert werden. Es ist wirklich schwierig diese einmalige Atmosphäre in Worte zu fassen, aber Dank der Hingabe der Musiker konnten alle Konzertbesucher einen unvergesslichen Abend erleben.

Bericht + Foto: Claudia Helmert

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