Konzertbericht: Kovacs in Dresden

Unsere Zeit ist reich an großartigen Sängerinnen. Eine davon kommt aus den Niederlanden und hört auf den Namen Kovacs. Mit ihrem Debutalbum machte sie Furore, ihre Liveauftritte stehen diesem Erfolg nicht nach. Letzten Donnerstag gastierte die junge Dame im Dresdner Beatpol.

Viel war vorab geschrieben, selbst Amy Winehouse war als Vergleich herangezogen worden. Und zumindest was die Klangfarbe ihrer Stimme betrifft, möchte man sofort zustimmen. Kovacs allerdings wirkt trotz schwieriger Kindheit charakterlich deutlich gefestigter, so dass man sich wohl keine Sorgen darüber machen muss, ob sie das problematische Alter von 27 überleben wird. Nicht einmal das Konzert scheint in Gefahr zu sein, dafür agiert sie viel zu kontrolliert und allürenfrei. Kovacs kam zwar ohne Supportband aber bei weitem nicht allein in die Elbestadt. Sie wurde von hervorragenden Musikern flankiert, die sichtbar Freude an ihrer Arbeit hatten. Eh man die junge Holländerin allerdings zu Gesicht bekam, vergingen 3 instrumentale Einstimmungslieder, die sie hinter einer Glasscheibe in Schattenspielen erahnen ließen. Anschließend aber erschien die kurzhaarige Sängerin mit ihrer typischen Kunstpelzmütze und begeisterte die rund 300 versammelten Gäste zusehends. Ihre Stimme kommt dabei genauso kräftig rüber wie auf der Platte, was einigermaßen selten sein dürfte.

Natürlich stand ihr bislang einziges Studiowerk Shades of Black im Vordergrund, was den Vortrag zwar zeitlich begrenzte, aber keinerlei Längen offenbarte. Hits wie My Love werden garantiert auch bei weiteren Konzertreisen feste Nummern im Setup bleiben. Auch die grandiose Coverversion des Asaf Avidan Songs Part of me geriet zu einem Höhepunkt.

Bericht + Foto: Frank Buttenbender
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