Konzertbericht: Project Pitchfork auf der Festung Königstein

Es läuft gut bei Project Pitchfork. Nach gleich zwei Headlinershows beim ausverkauften Amphi-Festival steht bereits das neue Album vor der Tür. Bevor Blood dann im September erscheint, kam die Band zum Auftakt der Open Air Konzertsaison auf die Festung Königstein.

Auch dieses Konzert war – wie üblich – bereits Wochen vorher ausverkauft, die Shuttlebusse fuhren wie die Jahre zuvor bestens organisiert von Dresden aus in Richtung Sächsische Schweiz. Eigentlich also perfekte Voraussetzungen für einen grandiosen Konzertabend, wenn da nicht bereits nachmittags einige dunkle Wolken drohend am Horizont aufgetaucht wären. Zunächst lief noch alles nach Plan. Das englisch-deutsche Electropop Duo Austerity Complex startete mit einem schwungvollen Auftritt in den Abend. Bemerkenswert dabei, dass sich auf der Bühne mehr Fotografen als Bandmitglieder tummelten. Diese mediale Beachtung hat aber seine Berechtigung, denn nicht jeder kann von sich behaupten, den Sonic Seducer Songcontest Battle of the Bands für sich entschieden zu haben.

Gegen 21 Uhr sollte dann der Hauptact beginnen, stattdessen gab es eine Ansage, dass ein starkes Gewitter unmittelbar bevorsteht und man das Publikum zur Sicherheit in die Innenräume evakuiert. Ein Kuriosum für ein Open Air Konzert, denn tatsächlich war es dank der Festungsanlagen möglich, alle 1000 Besucher innerhalb kurzer Zeit aufzunehmen, selbst wenn auf dem Weg dorthin nicht jeder trocken bleiben konnte. Eine halbe Stunde später ging es dann tatsächlich los, auch wenn die ersten Songs von einem erneuten kräftigen Schauer begleitet wurden. Die 6 köpfige Band mit 3 Schlagzeugern wies neben Dirk Scheuber am Keyboard Daniel Myer auf, der den erkrankten Jürgen Jansen vertrat. Musikalisch wurde ein erweitertes Bestof-Set gegeben, unter das sich auch zwei brandneue Songs vom neuen Album Blood mischten. Einer der Höhepunkte für mich der Song Alpha Omega mit der brachialen Drummereinlage von Léo, Nook und Achim Färber. Auch Rain als Themensong des Abends passte ausgezeichnet ins Programm. Gegen Ende dann zwei Zugabeblöcke mit dem stimmungsvollen Fear als Abschluss. Die Band um Sänger Peter Spilles strotzte nur so vor Energie und besaß mehr Durchhaltevermögen als das stellenweise unterkühlt wirkende Publikum. Eigentlich wäre es auch noch weitergegangen, aber aufgrund erneut drohender Gewittergefahr wurde der vorgesehene letzte Zugabeblock gestrichen. Das Project Pitschnass Konzert war dennoch ein großes Vergnügen.

Bericht + Foto: Frank Buttenbender
An dieser Stelle findet Ihr die Setlist des Abends

Weitere Fotos befinden sich in unserer Galerie.

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